Das Wasserhaus im Bahnhof Steinbach dient der Wasserversorgung der bergwärts in Richtung Jöhstadt fahrenden Züge. Aufgrund der im folgenden Abschnitt vorherrschenden Steigung mussten alle aus Wolkenstein kommenden Lokomotiven hier ihre Wasservorräte ergänzen.
Im Wasserhaus gibt es einen rund 15 m³ Wasser fassenden Hochbehälter, der seinerseits kontinuierlich durch eine Zisterne am Hang oberhalb der Straße Steinbach - Schmalzgrube gespeist wird. Ist der Wasserbehälter gefüllt, fließt überflüssiges Wasser direkt über die Überlaufleitung in die Preßnitz ab. Der Hochbehälter befindet sich oberhalb der Wasserspeicher der Lokomotiven, so dass der gesamt Wasserlauf komplett ohne Einsatz von Pumpen durch die Schwerkraft erfolgt.
Das Wasserhaus blieb nach der Stilllegung der Schmalspurbahn erhalten, verfiel zusehends, war aber glücklicherweise durch die geschützte Lage vor starkem Vandalismus am Gebäude zwischen 1984 und 2000 weitgehend verschont geblieben.
Im Jahr 1999 begannen umfangreiche Arbeiten zur Sanierung der Gebäudesubstanz sowie zur Erneuerung der Wasserleitungen und der Hochbehälter. Der genietete Stahlwasserbehälter wurde durch miteinander verbundene Kunststoffwasserbehälter ersetzt. Ansonsten wurde die originale Funktionalität wieder hergestellt.
Seit August 2000 erfüllt das Wasserhaus wieder die ursprüngliche Funktion der Wasserbereitstellung für alle bergwärts fahrenden Dampflokomotiven.